2012-01-09 21:31
15.Dezember 2011
Nach einigen Tagen, in denen ich
Unterkünfte ohne Internet, bzw. man verlangte fast den doppelten
Zimmerpreis für W-LAN, hier nun wieder Neuigkeiten aus Thailand. Gestern
Abend bin ich, nachdem ich mich durch den Moloch gekämpft habe, in
Bangkok angekommen. Wer denkt, ich bin verrückt hier mit den Fahrrad
reinzufahren, der hat recht.
Erstmal noch etwas zu den vorherigen
Tagen. Nachdem ich von Chantaburi 3 Tage lang durch tiefste
thailändische Provinz, mit einer u.a. abenteuerlichen
Übernachtungssuche, gefahren bin, schaute ich mir am Dienstag den Khao
Yai Nationalpark an. Er ist der älteste und mit fast 2200 km², der
drittgrößte Thailands. Bis ich auf der einzigen, durch den Park
führenden Straße, das auf 700m liegende und mit 21°C angenehm kühle
Besucherzentrum, wo auch einige schöne Wasserfälle sind, erreicht hatte,
musste ich 33km lang nur durch Natur, und einen Großteil davon bergan,
fahren. Das war der anstrengenste Tag der Reise. Obwohl ich wandern
wollte, war außer einer kleinen, 2 km langen Wanderung, aus Zeitgründen
nichts weiter möglich. Aber ich habe zwei schöne Wasserfälle und viel
Regenwald gesehen.
Gestern bin ich nach einem 135 km Ritt in Bangkok
angekommen. Als ich den ersten Außenbezirk erreichte, lagen immernoch
35km bis ins Zentrum vor mir. Ich musste mich teilweise durch dicksten
Verkehr durchkämpfen. Manchmal ging gar nichts mehr und ich weichte auf
den Gehweg aus oder machte es wie die vielen Mofafahrer und fuhr
zwischen den Autos hindurch. Oft war ich schneller als der übrige
Verkehr. Es scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein mal ein
Fahrrad zu nutzen. Wenn die Stadt Fahrradwege einrichten würde, würden
bestimmt einige umsteigen. Diese Stadt erstickt im Verkehr. Manch
Autofahrer wird sich sicher gedacht haben, was will der Radfahrer hier.
Mein Lungenkrebs hat bestimmt reichlich Nachwuchs bekommen. Obwohl ich
es mir schlimmer vorgestellt habe, muss ich sowas nicht gleich wieder
haben.
Jetzt habe ich 3 Tage Zeit zum Entspannen und ein wenig Kulturprogramm. Als erstes gönne ich ich mir eine gute Massage.